Maeckes – „Swimmingpoolaugen“

Maeckes hat ein Musikvideo zu seiner neuen Single „Swimmingpoolaugen“ veröffentlicht, in dem die Fragilität der Selbstwahrnehmung thematisiert wird.

Durch den erzählerischen Songtext wird ein Zustand beschrieben, der vor allem in Zeiten von Instagram und Co. ein altbekanntes Leiden ist. Inszenierte Selfies und verschönernde Filter gaukeln Perfektion vor und können das eigene Selbstbewusstsein schon mal in die Verunsicherung treiben. Mit melancholischen Streichern, einem poppigen Klangteppich und dem eingängigen Refrain hat Maeckes einen Ohrwurm geschaffen. Das Musikvideo rundet die Aussagekraft des Songs ab.

Schauplatz des Musikvideos (Regie: Monica Menez & Markus Winter) bildet ein weißes, raumschiffartiges Haus umgeben von trister Schneelandschaft. Von außen erscheint es minimalistisch und steril, aber von innen erstrahlt es in bunter 70er Jahre Ästhetik. Das bunte Innenleben des Hauses passt gut zur ausdrucksstarken Perfomance der Protagonistin Zoe Bertram. Pantomimisches Tauchen, wilde Tanzeinlagen im Lametta-Rock und sanfte Tanzeinlagen mit einem leuchtenden Teddybär erzeugen traumähnliche Bilder, die an kindliche Naivität erinnern.

Ein bisschen kindliche Verspieltheit kann manchmal nicht schaden, um schwermütige Selbstzweifel zu vertreiben. In einer herrlich komischen Fenstersequenz toben sich Zoe Bertram und Maeckes im Grimassenschneiden aus und begegnen gestörter Selbstwahrnehmung mit humorvoller Leichtigkeit.

Nach „1234“ und „Stoik & Grandezza“ ist „Swimmingpoolaugen“ der dritte Singlerelease dieses Jahr und wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat, kann sich am 11.06 Maeckes neues Album „Pool“ anhören und kaufen.

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