Wir haben die ehemalige Mainzer Indie-Pop Musikerin Mine zu ihrer neuen Single “Elefant” befragt. Das Interview ist teil einer wöchentlichen Instagram Reihe, “Artist Monday”, produziert von Philipp Bommersheim.

“Ein Elefant im Raum, (du siehst ihn)”, so beginnt Mines neue Single “Elefant”. Es ist eine Thematik, die an die Songtexte von ihrem mit Fatoni produzierten Album “Alles Liebe nachträglich” (2017) erinnert. Darin geht es um das Zwischenmenschliche in einer Beziehung, um das Ungesagte, was zu einem Problem werden kann. In der Single “Romcom” wird das zunächst nur sarkastisch angedeutet: “Wenn wir nicht mehr können, schau’n wir uns ne Romcom an” / Denn das Nicht-mehr-drüber-reden verbessert den Beziehungsstand”. Nun also steht der Elefant im Raum, und nein, kein kleiner pinker Elefant wie bei Martin Suter, sondern ein Elefant, den ER SIEHT und den SIE SIEHT. Im dazugehörigen Musikvideo ist er außerdem ziemlich groß. Sollte also kein Problem draus werden? Falsch, denn beide lassen ihn nicht durch die Tür, sprechen den Elefanten, das personifizierte Problem, nicht an: Wie lang, wie lang bin ich noch taub? / Wie lang, wie lang sprichst du’s nicht aus?”.

“Elefant” ist bouncy, leichter als die Vorgänger, und die Melodie wird wie ein Kaugummi erst einmal in deinem Ohr kleben bleiben. Zum Schreiben des Songs sagt die Künstlerin folgendes: “Den habe ich geschrieben und gleich gemerkt: Geil, der puncht. Die Idee kam mir, als ich mal nachmittags cheesy Privatfernsehprogramm geschaut habe und da im Hintergrund so schlechte Fahrstuhlmusik lief.” “Elefant” ist allerdings alles andere als schlechte Fahrstuhlmusik. Mit viel Kreativität, selbstbewusstem Gesang und vor allem eingeübter Tanzchoreographie überzeugt Mine – selbst der Elefant hat im Video wieder Freude an ihr.

Wer mehr zu Mine erfahren will, klickt auf das Instagram-Video (unten). Wer sich die Musikerin live anschauen möchte, kann dies ab Sommer 2021 tun – Mine geht auf Deutschlandtour.