34 Leute aus Mainz erzählen uns, was sie gerade in der Corona-Krise hören

@pikisuperstar

Zu diesen Zeiten ist es wichtig, gute Musik auf die Ohren zu bekommen. Wir haben 34 Leute aus Mainz (und teilweise Umgebung) gefragt, was sie gerade hören. Von Punk bis vietnamesich-deutscher RnB, hier sind ihre Picks:

Jonas (Substanz der Stadt)

Neben älteren Punk/HC Sachen, die ich mir den Rest der Zeit anhöre, passt dieser Track instrumentalisch sehr zu meiner aktuellen Stimmung. Mit den ersten Sonnenstrahlen zusammen ist er auch mega entschleunigend! Mehr Power gibt’s von der fast gleichen Combo unter dem Namen CODE ORANGE.

Auletta

da man ja jetzt vorerst etwas mehr Zeit hat, haben wir mal vorwiegend komplette Alben angegeben. Entgegen der sonst so schnelllebigen Welt, kann man sich mal wieder auf die Couch legen und ein komplettes Album anhören und würdigen. Ich liste es einfach mal auf:

ALEX:

Drugdealer – „Raw Honey“
Jungle – „For ever“
Khruangbin – „Con Todo El Mundo“
A$AP Rocky – „Testing“

(Die ersten drei Platten haben eine Leichtigkeit, die in diesen Tagen ja ab und zu etwas zu kurz kommt. A$AP Rocky stand in der Eisdiele im Berghain neben mir und wir aßen „zusammen“ ein Eis. Einfach ein cooler Typ und ich mag die Erinnerung an so profane Dinge wie gemeinsames Eisessen.)

MARTIN:

Big Thief, Nick Cave, Elvis Perkins, Mulatu Astatke, Tom Waits

(Sie alle haben eine gewisse soziale Distanziertheit.)

JUSCH:

Dralms – „Love writes itself“
(Erinnert stark an die Solosachen vom Morning Jacket-Sänger Jim James, die
ebenfalls hörenswert sind)

Chartreuse – „Woman, I’m crazy“ (Song)
(Als ich mit Royal Republic in England auf Tour war, habe ich einige neue
britische Bands entdeckt. Die Soundästhetik hier ist unglaublich stimmig.)

Weyes Blood – „Andromeda“ (Song)

(Titeltrack des deutschen Films „Golden Twenties“, der ebenfalls sehr zu
empfehlen ist.)


DAN:

Monophonics – „It’s only us“

(Wurde Zeit, dass diese unfassbare Band endlich wieder ein Album raushaut.)

Celeste – „Compilation 1.1.“

(Habe Sie im Vorprogramm von Michael Kiwanuka (Danke, Sven) gesehen
und hat mich ziemlich geflasht.)

Ozzy Osbourne – „Ordinary Man“

(Manche beißen Fledermäuse und machen dann mit 71 Jahren noch so ein
Brett.)

Radiohead – „In Rainbows“

(Nach wie vor die beste Band. Das Album ist für mich ein absolutes
Meisterwerk!)

Britta Skomakare (KUZ)

2020 – die Zeit rennt, es ist immer irgendwas. Musik ist in meinem Alltag größtenteils zum Nebenbei Medium geworden, abseits von Konzerten und meiner Arbeit im Rahmen dessen. Im Auto, am Rechner, in der Bahn – klar läuft überall immer irgendwas im Hintergrund, wirklich still ist es halt nie und das nun ist auch gut so.

Dann bog Corona um die Ecke und meinte, dass wir alle lieber vernünftig sein und zuhause bleiben sollen. Der Alltag sieht von heute auf morgen anders aus, die Zeit rennt auf einmal nich mehr und es passiert einfach kaum etwas bis garnichts. Kein Auto, keine Bahn, kein Rechner. Keine Musik mehr nur nebenbei, sondern ganz bewusst hin hören und dafür sorgen, dass es zuhause bloß nicht still wird. All day long.

Was bei mir aktuell nach zwei Jahren wieder rauf und runter läuft, ist das Album “Nearer My God” von Foxing. Favoriten auf der Platte 1) “Nearer My God “2) “Grand Paradise” 3) “Slapstick”.

Warum genau dieses Album? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich weil ich die Zeit gefunden hab mal meine ganzen “nebenbei” erstellten Playlists zu sortieren und dabei wieder drauf gestoßen bin. Und weil die Band und das Album halt einfach echt gut sind. Das Album passt zur Jahreszeit, zum Licht was Nachmittags in meine Wohnung fällt, während ich den bereits zehnten Kaffee trinke und mich frage, wie lange das eigentlich alles noch anhält und was danach wohl passiert.

Vera Kohl (dicke lilli, gutes kind / MARLENE)

“T’es Pas toi-même” von Monet 192, weil es mich an eine der besten Veranstaltungen erinnert, die ich in Mainz je gesehen habe (Loft Arts @ Postlager). Und weil ich dazu wie eine 14-Jährige durch die leere Lilli singe & tanze und versuche, in dieser komischen Zeit bei guter Laune zu bleiben. Ist wirklich mein absoluter Corona Song.

Sebastian Jansen (Regisseur / Eumel Film)

“Ferdinand” (2018) von Left Boy

Ein bunter Blumenstrauß verschiedenster Genres und Stimmungen: Von emotionalen Balladen wie “Kid” bis hin zu 90s-Techno-Kopfnicker wie “Dance with the Devil” einfach ein schöner Ritt. Genau das Richtige, um an einem eintönigen Home-Office-Day zwischen all den Zoom-Konferenzen die Stimmung zu heben.

Corona-Plus: Das Video zum Song “Sex Party”. Der Song sollte mit auf die Platte, aber hat es leider nicht geschafft. Weshalb, erfahrt ihr im phänomenalen Video:

**Für Interessierte bitte beachten, dass Left Boy ab sofort unter dem Namen Ferdinand Musik veröffentlicht. Dieses Album dient so gesehen als Übergangsjacke seiner Karriere. Richtig schöne Jacke!**

Oliver Schönfeld (LIBELL)

Also zur Zeit höre ich das Oh Wonder-Album “No One Else Can Wear Your Crown” hoch und runter. Mega Songwriting und Arrangements! Die neue EP von Emma6 macht ebenfalls Spaß. Textlich echt gut wieder. Klan geht immer. Zum Chillen lass ich die neue Scheibe von Fritz Kalkbrenner laufen. Und ich erwarte sehnsüchtig das neue “POP”-Werk von Fynn Kliemann.

Hanne Kah

Hanne: Ich höre aktuell viel Rihannon Giddens. Sie beschäftigt sich in ihren Texten mit lhren Wurzeln und spielt viele black roots songs die die Sklaverei thematisieren. Damit ist sie thematisch auch sehr an unserem aktuellen Album Y, dass sich auch mit verschiedenen Generationen beschäftigt, nur eben aus einer ganz anderen Perspektive. Deshalb finde ich Rihannon Giddens gerade sehr interessant. Ich höre aktuell auch viel Brandi Carlile. Ich hab sie schon so oft live erlebt und sie erinnert mich einfach an Live Musik und Veranstaltungen und wieviel Liebe dort verbreitet wird. Tracy Chapman ist die Queen of Folk und damit für mich immer ein Evergeen. Die Vorliebe für Ihre Musik wurde mir von meiner Mutter vererbt. Lana DelRay höre ich wenn mir gerade die Decke auf den Kopf fällt und ich in den Sound und in Lanas Stimme schwelgen möchte.

Patrick: In Zeiten der Unsicherheit greife ich gerne auf meine ewige Lieblingsband zurück: Die Ärzte! Die drei geben mir in solchen Zeiten Halt, Freude und viel Wahrheit in den Texten. Coldplay ist gerade meiner Stimmung entsprechend gut geeignet und Harry Styles ist eine überraschende musikalische Neuentdeckung für mich. Checkt sein Tiny Desk und seine Sledge Hammer Version bei Howard Stern!

Malte: Ich höre momentan sehr viel das 2018 Debut von Holy Fawn “Death Spells”. Eigentlich läuft es seit Release bei mir in Dauerschleife. Ansonsten höre ich mich in die sehr gute Indie Pop Band Palace rein und erkunde die Diskografie von Songs:Ohia. Hier ist das “Lioness” Album hervorzuheben. Unglaublich traurige aber wunderschöne Songs!

Niklas: Ich hör Phoebe Bridgers, Crosby Stills Nash, Lianne La Havas.

Tim’s Department

Erstmal habe ich natürlich entsprechend viel Zeit auch eigene Musik zu schreiben. Am Freitag werde ich auf Spotify mein Akustiksong “We Belong Together” veröffentlichen. Ich habe den Song natürlich der aktuellen Situation gewidmet.

Zum anderen höre ich zur Zeit eher nachdenkliche Musik wie zum Beispiel Ben Howards Album “Every Kingdom”. Ansonsten das neue Weeknd Album, Niall Horan, viel Gavin James.

Moritz Thomann (We are Rome)

Der Song sowie das ganze Album, geben mir irgendwie direkt ein Gefühl von Geborgenheit und einem Stillstand der Zeit und ich empfehle den Song und das Album unbedingt über Kopfhörer zu hören. Er ist unaufgeregt aber super aufregend. Ich mag atmosphärische Musik, die sich viel Zeit lässt und das passt ja momentan auch ziemlich gut auf unser tägliches Leben, welches zumindest in den meisten Bereichen stillsteht.

Niels (Pauls Kriegelstein Frisöre)

Der Song hilft mir meinen Optimismus beizubehalten und gibt mir ein stückweit Energie, die Situation zu meinem Gunsten zu nutzen.

Paul Ritter (Orange Amber)

Ein Lied/Album, dass bei mir seit Jahren eingestaubt im Regal steht, beschäftigt mich in diesen schwierigen Zeiten wieder seit einigen Wochen. Da geht’s, typisch Petty, in ganz einfachen Sätzen, auch um Isolation und Abgrenzung und durch Liebe & Kraft Mauern einzureissen. Ein optimistisches Statement und eine Verbeugung vor allen, die in dieser Zeit helfen, spenden, für andere einkaufen etc. Niemals den Kopf in den Sand stecken. Mauern werden auch gebaut um wieder zu fallen.

Leonie Buch (LUUPS)

Gerade höre ich sehr gerne “Purpose” von Tuimi, einer vietnamesich-deutschen Musikerin, die ich über einen Podcast entdeckt habe. Das Lied erinnert mich an RnB und Hiphop aus meiner Jugend. Man kann es aufdrehen und mitsingen und tanzen – oder einfach im Hintergrund laufen lassen. Die Zeit eignet sich sehr, um den eigenen Musik-Horizont zu erweitern. Der vietnamesische Rap-Part ist genau das.

Ben Hermanski

In Zeiten, in denen wir notgedrungen zu Hause bleiben müssen, sollten wir uns die neu gewonnene Ruhe zu Nutze machen. So findet man bei William Prince nicht nur die passende, cremige Singstimme, sondern auch positive Messages voller Alltagsweisheiten. Wer gerade im Home Office sitzt oder einen sonnigen Spaziergang ohne Kondensstreifen am Himmel genießt, findet hier den richtigen Soundtrack.

Melody Connor / Jettes

L7 – Pretend We’re Dead

Heute kam zum dritten mal die Polizei ins Haus, weil mein Nachbar durchdreht. Der hat seit 12 Stunden unglaublich laut das “Stark wie Zwei” Album von Udo Lindenberg gehört und dann heute morgen den Beamten im Treppenhaus total angesoffen erzählt, dass er nunmal den Blues hat. Poor guy, aber ich muss jetzt grade irgendwie Udo Lindenberg aus meinem System spülen.

Forth Wanderers – Slop

Ich und Laura (von Jettes) sind zur Zeit sehr viel am Forschen, welche Musik uns beiden gut gefällt um uns inspirieren zu lassen für neue eigene Stücke. Forth Wanderers ist mein absoluter favorite seit einigen Tagen.

Soccer Mommy – Circle the Drain

Absoluter Top-Hit gegen die Homeanxiety. Macht mich zwar nicht zwangsläufig happy, aber ist bis zu nem gewissen grad irgendwie sehr tröstend. Wem grade langweilig ist, dem empfehl ich auch, sich die Song Exploder-Podcast Folge reinzuziehen in dem Sophie von Soccer Mommy erzählt, wie der Song geschrieben und produziert wurde.

Udo Lindenberg – Woddy Woddy Wodka

Whatever.

Ilka Wassmann (Halle 45)

Yip, es sind absolut unwirkliche Zeiten. Ich schau raus, seh’ den Frühling und ich denke ziemlich häufig ans nahende Southside. Okay, auch an den Autodachzelt-Europa-Trip der vorneweg geplant war, was bis dahin passieren wird und wann wir wieder etwas Normalität fühlen können. Schwierig. Was auf jeden immer hilft, unglaublich laute Musik und Mitgröhlsongs – überall und am besten in Dauerbeschallung. Jetzt wird es bisschen absurd, aber als altes Indiemädchen drehe ich gerade völlig am Rad bei Simple Plan und “Crazy”. Zwischen Lachen und Weinen. Zurück im Sommer 2004 – Ein Hoch auf offene Balkontüren.

David Schultes

Abgesehen davon, dass bei mir sowieso irgendwie immer Tool läuft, beruhigt mich besonders dieser Song zurzeit. Auch wenn die Intention anders gemeint ist, sind die spirituell anmutenden Wiederholungen und besonders die Lyrics ein absolutes Mantra für mich geworden, welches ich mir immer wieder anhören kann und mich besonders beruhigt. Der Song ist mit seinem quasi Intro „Eon Blue Apocalypse“ ca. 8 Minuten lang, aber zu der jetzigen Zeit, dürfte es ja jede/r schaffen, sich dafür Zeit zu nehmen.

The Killer Apes

Unser Plan, die Weltherrschaft an uns zu reißen, wurde heimtückisch vereitelt. Anstelle von uns, zwingt nun die Coronakrise der Welt ihre hässliche Seite auf. Isoliert vom Rest berauschen wir uns an den Tönen der anderen.

Copy: Monster Truck – Don’t Tell me how to live
-> Der Groove ist der Wahnsinn, da bewegt sich mein Kopf und Füße ohne das ich was dagegen machen kann.

Moe: Igorrr – Savage Sinusoid
-> Als Vorbereitung auf das neue Album und um die Wartezeit zu versüßen.

Vince: Supercobra – Time for Love -> Yeah! It’s always Time for Love! Banger Nr. 3 in Folge! Meine Lieblingsband.

Yörsh: Clutch – Fortunate Son
-> Weil’s einfach geil grooved, setzt Energie frei.

Good Morning Yesterday

Was wir hören ist bei uns gerade ziemlich unterschiedlich. Jonas z.B. hat sich zurückgezogen und verbringt die Zeit in einem kleinem Häuschen am Wald, weit weg von dem bunten Treiben und legt ganz gerne Gregory Alan Isakov-Platten auf. Sonst geht im Moment bei Thilo viel Slowdive und Alben wie „So Long Forever“ von Palace, oder „Sommersault“ von Beach Fossils und die neue „Four Tet“ von Sixteen Oceans. Raphael verbringt diese Weile in Leipzig und gönnt sich die Alben “Stargazer“ von Golden Dawn Arkestra und „The Slow Rush“ von Tame Impala, besonders den Song „Lost in Yesterday“. Weil‘s so eine gute Stimmung macht. Julian zieht sich derweil das Album „Anima“ von Thom Yorke mit Begeisterung rein und Adi versucht sich an gute Zeiten zu erinnern, wo Papa noch Platten, wie „Neil Young“ oder „Grateful Dead“ aufgelegt hat und versucht hat den Rest der Familie davon zu begeistern. Kurz gefasst – wir hören gerne vorrangig Alben:

Alles – Gregory Alan Isakov
Golden Dawn Arkestra – Stargazer
Tame Impala – The Slow Rush
Tame Impala – Lost in Yesterday (Song)
Thom Yorke – Anima
Slowdive – Slowdive
Tops – Picture You Staring
Palace – So Long Forever
Beach Fossils – Sommersault
Tina Desk (YouTube) – Bob Weir and the Wolf Bros
Neil Young – Harvest

The Mountain King

Das Album habe ich in der letzten Woche wiederentdeckt. Seitdem ist es wieder in meiner Heavy Rotation. Super zum Wegdriften und Entspannen. Während man eigentlich nicht raus darf, kann man mit dem Album unglaublich gut gedanklich umherwandern. Eine große Inspiration für mein Songwriting in diesen sonnig dunklen Tagen. Für mich bester Song: “The Defeat”. Dichte Atmosphäre, groove und random Synthies. Genial.

Arro G.2 (Grundfunk)

Ich hänge immer noch auf dem neuen Eminem-Album “Music To Be Murdered By”. Em ist einfach nach wie vor der beste Rapper auf diesem Planeten – und wer das nicht glaubt, sollte sich einfach mal “Godzilla” anhören. Außerdem läuft bei mir Jay-Z hoch und runter, weil ich gerade sein Buch ‚Decoded‘ lese, in dem er seine Lyrics seziert – mega gut! Wenn ich Mucke höre, ist alles andere ausgeblendet, dann geht es nur um Beats und Texte. 1000 mal besser, als Corona hier, Corona da!‘

Paul Konrad Kaspar (DJ)

Ich höre eigentlich nie nur ein Album, daher kann ich mich da nicht wirklich festlegen. Wenn ich so drüber nachdenke, fällt mir allerdings auf, dass ich mich gerade nochmal vermehrt mit Neuerscheinungen beschäftige. Während ich sonst sehr viel archivarisch höre, also älteres Zeug, aus den 80ern oder so, sind es aktuell beispielsweise die neuen Platten von Porches, Messer oder King Krule. Liegt vermutlich daran, dass Acts, die ich schon länger verfolge, gerade neue Musik herausgebracht haben. Daneben ist aber auch das Debut des Projekts „Jauche“ um Max Rieger zu nennen. Die auf dem Label Beatbude erschienene Platte mit dem Titel „Wayne“ kompiliert Material von 2016-2019. Letztes Jahr wurde ich auf dem Popkultur-Festival in Berlin Zeuge einer sechsstündigen Live-Performance, daher interessierte mich, wie das experimentelle Impro-Konzept auf Platte übertragen wurde.

Rodney Fuchs (schon schön)

Seit ich „Poetry“ zum ersten Mal gehört habe, befindet es sich in meiner persönlichen „Lieblingssongs“ Spotify-Playlist. FES spielen unfassbar spannenden und abwechslungsreichen Math Rock, der auf der anderen Seite unfassbar poppig und catchy ist. Dieser Kontrast, die instrumentale Spielfreude und das einzigartige Timbre von Sängerin Polly machen „Poetry“ zu einem wahren Hörerlebnis, das mit großartiger Dynamik, kraftvollen Passagen und träumerischen Melodien zu einer bunten Klanglandschaft kulminiert. Zusammen mit dem an Paramore erinnernden Sound bieten FES wahrlich allerfeinsten Math Rock, der noch einige Male in Dauerschleife gehört werden wird.

Laura Carbone

Ganz ehrlich, ich höre in letzter Zeit gerne die Stimmen meiner Liebsten. Sei es am Telefon, Sprachnachrichten oder auch in meinem Fall – in der Wohnung. Auch freue ich mich jeden Morgen über die Vögel, die plötzlich so laut und vielfältig scheinen. Ich glaube die nutzen die Gunst der Situation, um Raum und Natur zurückzuerobern und endliche ohne Hintergrundlärm sein zu dürfen. Ich höre auch die Kirchturmglocken um 12:00 und 18:00 Uhr noch präsenter und klarer. Ein Silberstreifen, wie sich die Umgebungsgeräusche in Berlin Mitte geändert haben und wie viel klarer mein Ohr natürliche Sounds wahrnehmen darf. Meine Kapazität für Musik ist gerade recht gering. Ich kreiere viel selbst und kann am Besten Akustik Gitarren und primär Entspannendes aufnehmen. Tim Buckley allen voran – „Buzzin‘ Fly“ ist ein Segen und bringt mich jedes Mal aus dem Hamsterrad und entspannt, lässt mich in den Himmel und die Welt blicken. Etwas sanfter und mit mehr Verständnis, als ob er sagt „schau raus, trau dich, es ist schlimm aber es wird ok“. Meine Band und ich haben eine Playlist gemacht mit Songs, die uns gerade runterbringen und hab zwei von meinen drin, die mich seit dem Moment als sie zu mir kamen mich entspannt und beruhigt haben.

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