Good Morning Yesterday – “Dead End” und “99”

Foto: Paul Volkert

Im Zuge des kommenden Albums “Violent Arc” präsentieren uns die Jungs von Good Morning Yesterday zwei wunderschön atmosphärische Singles, die trostspendende Wärme zur Bekämpfung einsamer Tage ausstrahlen.

Bereits Ende 2018 haben wir die Jungs von GMY interviewt. Damals stand für das Jahr 2019 vor allem eins im Fokus: ihr Baby, das erste gemeinsame Album. Ein Jahr später ist es jetzt tatsächlich soweit – mit ihren Singles „Dead End“ und “99” legt die Mainzer Band den Grundstein für ihr Debütalbum “Violent Arc”, das am 27. März im Kulturclub schon schön das Licht der Welt erblicken wird.

Das [Album] hat oberste Priorität bei uns.

Da sie ihre Platte selbst produziert haben, war es nicht unüblich, dass Instrumente mal in Schlafklamotten zu Hause auf dem Bett oder in Leipzig, wo Cellist Raphael wohnt, aufgenommen wurden. Und genau diese Intimität ist es, die in der ersten Singleauskopplung „Dead End“ heraussticht. Gerade die geschmeidigen Töne des Kontrabasses und das sanft gespielte Schlagzeug ergänzen sich nahezu perfekt und stellen das Grundgerüst für die harmonischen Streicher dar.

I saw the white doves flying away, nothing will change I’m sorry to say, there’s no light

Während Jonas und Adi im Refrain von einer aussichtslosen Situation singen, baut sich der Song sowohl instrumental als auch emotional auf und endet mit einem starken Finale, das trotz der eigentlich klaren Aussage den Zuhörer die Hoffnung doch nicht aufgeben lässt.

Die am 21. Februar veröffentlichte Single “99” bekommt durch den Einsatz des Schlagzeugs eine neue Dynamik, die mit der gewohnten GMY-Mehrstimmigkeit beginnt und sich mit energischen Gitarren- und Klavierparts langsam steigert.

Auch wenn die Mainzer Band für Gemeinschaft und Freundschaft steht, thematisieren “99”, “Dead End” und auch “Holograms” individuelle Geschichten über Einsamkeit, Sehnsüchte und emotionale Kreuzungen. Die Songtexte spiegeln innere Konflikte zwischen Isolation und Flucht sowie Konfrontation und Eingestehen von Gefühlen wider.

Maybe I’m too young to hold / My thoughts back when I’m alone / But don’t tell me I would lie / ‘Cause the truth stays in our eyes.

Die Ambiguität der Texte, die Suche nach Klarheit, die Verlorenheit, wird durch die Wärme des GMY-Sounds aufgefangen. Die Singles sind ein Produkt von Musikern, die eng miteinander befreundet sind, harmonieren und innerhalb von fünf Jahren ihre Musikalität perfektioniert haben.

Die Spannung auf das erste Album ist dementsprechend groß. „Dead End“ und “99” sind vielversprechende Singles, die die Stärken und Besonderheiten von GMY aufzeigen. Haltet euch den 27. März frei, denn an diesem Tag findet die Releaseshow des Albums im schon schön statt. Tickets gibt’s wie immer online und an der Abendkasse.


Text: Sascha & Philipp

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