Wanda – “Ciao!”

Auch bei ihrem viertem Studioalbum “Ciao!” entscheiden sich die Österreicher nach „Amore“, „Bussi“ und „Niente“ für einen kurzen, aber prägnanten Albumtitel. Doch „Ciao!“ versteht sich keinesfalls wie auf den ersten Eindruck wirkend als Abschied – es ist purer Rock ,n‘ Roll und ein weiteres spannendes Kapitel in der Bandgeschichte von Wanda.

Sänger Marco Michael Wanda hört gerne die Beatles, wenn er sich in die kreativen Gefilde des Songwritings begibt. So ist es nicht erstaunlich, dass die Band selbst über ihr neues Album sagt, es sei ihr persönliches „Revolver“. Das siebte Studioalbum der Beatles ist nämlich maßgeblich dafür bekannt, dass darauf erstmals verstärkt mit dem Sound experimentiert und dieser verändert wurde. Paul McCartney sagt über das Album: „Vielleicht würde unser Publikum gegen ein paar kleine Veränderungen nichts einzuwenden haben, dachten wir, und wenn doch, Pech!“.

Und genau in diese Richtung versucht „Ciao!“ zu gehen. Erklingt bei „Nach Hause gehen“ ein grooviger Gitarrensound, der einen versucht auf die Tanzfläche zu ziehen, ist es bei „Ein schneller Tod“ die Akustikgitarre, die an Country erinnert und zusammen mit Handschlägen neue Töne anschlägt. Und auch das Lied “Vielleicht“ verlässt als Hommage an den Britpop nicht nur durch den Einsatz des Synthies die Comfort Zone des bewährten Schrammelrocks.

Manchmal tut’s so weh, weh / Ciao ciao, Baby!

Doch trotz der neuen Reife ist es gerade der alte, Wanda-typische Sound, den man auf der neuen Platte vermisst. Markante Gitarren-Riffs, Schlagzeug-Auftakte, hymnenartige Refrains – so ist es kein Wunder, dass die Singleauskopplung „Ciao Baby“ das zentrale Stück auf dem Album ist. Sie erinnert am stärksten an das, was Wanda nicht nur musikalisch am meisten ausmacht: der Rock ,n‘ Roll.

Im Frühjahr 2020 geht’s mit der neuen Platte direkt auf Tour. Am 09. März wird der Schlachthof in Wiesbaden ordentlich eingeheizt – für Fans der österreichischen Kultband definitiv ein Pflichttermin, wenn man bedenkt, wie powervoll Wanda live ist. Tickets gibt’s wie immer online oder an der Abendkasse.

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