Das Moped

Foto: Sarah Knüpfer

Im Sommer haben sie ihre EP “Alle Wollen Liebe” herausgebracht, heute, 3.9.2019 stellt Das Moped aus Bad Kreuznach ihr Meisterwerk im schon schön in Mainz vor. Vorab werden sie kurz von uns zu ihrer Musik befragt.

Ihr kennt euch schon sehr lange, noch aus der Schule, (inwiefern) spiegelt sich das auch in eurer Musik wider? Und glaubt ihr, dass es dadurch leichter oder schwerer ist zusammen Musik zu machen / auf Tour zu gehen / auf der Bühne zu stehen?

— Wir haben über die Jahre eine bessere gemeinsame Sprache gefunden und den Mut entwickelt unterschiedliche Stile in unsere Songs zu packen. Von daher glaube ich, dass es sich indirekt natürlich in der Musik widerspiegelt. Dass wir uns so lange kennen, bringt auch ab und zu anstrengende Aspekte mit sich, da wir um Umgang miteinander kein Blatt vor den Mund nehmen. Allerdings ist das ja auch ehrlich und führt zu einem sehr offenen Schaffensprozess. Somit ist es irgendwie leichter und schwieriger gleichzeitig. Auf Tour ist es super, dass wir schon so lange befreundet sind. Es ist immer auch ein Abhängen mit Kumpels. Wo unsere lange Geschichte definitiv ein wichtiger Vorteil ist, ist die Bühne. Wie wir früher aufgetreten sind, liegt ganz schön weit weg von uns heute. Wir haben viel dazugelernt und können die anderen mit den jeweiligen Energien gut beim Konzert spüren.

Ihr habt ja auch eine Entwicklung durchgemacht, was hat euch dazu bewegt, den Bandnamen zu ändern und von englischen Texten auf deutschen Gesang zu wechseln? Ist es leichter auf der Muttersprache zu texten, oder schwerer, weil man auf viel mehr Details und Wortspiele achtet?

— Ach, das hat sich ziemlich lange angebahnt. Unser eigener Musikgeschmack hat sich natürlich im Laufe der Zeit auch verändert, wodurch sich zuerst Sound und dann auch irgendwann die Sprache an uns anpassen mussten. Man bekommt so viele Einflüsse von innen, von außen, da mussten wir irgendwie drauf reagieren. Dann passte halt auch der englische Bandname aus Teeniezeiten nicht mehr.

Und Texte? Ja, klar machen wir uns mehr Gedanken, wie wir das und das jetzt sagen, aber auf der anderen Seite können wir auf Deutsch viel klarer ausdrücken, was wir meinen. Also ist es zwar ein bisschen schwieriger, aber gleichzeitig erfüllend, würde ich sagen.

Diesen Sommer seid ihr viel herumgekommen, jetzt spielt ihr wieder in Mainz und ihr kommt ja auch hier aus der Nähe, ist es etwas anderes für euch hier zu spielen, so als eine Art Heimspiel?

— Nachdem wir in den letzten Wochen unendlich viel Zeit in unserem Bus, dem „Superlax“, verbracht haben, um zu den ganzen Festivals zu fahren, freuen wir uns auf einen kurzen Zwischenstopp in unserer Heimat. Aber wie das so ist, leben mittlerweile Freunde und Freundinnen von früher überall verteilt – Heimspiel von daher nur bedingt. Umso mehr hoffen wir auf viele neue Gesichter im schon schön am Dienstag.

Woher nehmt ihr euch die Inspiration für eure Musik und für eure ehrlichen Texte? Was sind Vorbilder oder Situationen, die in Songs einfließen? Wie entstehen eure Songs / Texte, ist da eher einer federführend oder ist es immer Teamwork?

— Wir schöpfen aus uns und allem was uns begegnet. Eigentlich kann ich das gar nicht konkretisieren. Zwischenmenschliches, Emotionen, das ist ja so spannend, weil es oft persönlich und universell gleichzeitig ist. Deshalb fließen auch beim Songwriting Einflüsse von uns allen ein. Einige Lieder entstehen, wenn einer von uns allein zu Hause irgendwas tüftelt, andere im Austausch.

Wie geht es weiter bei euch, ist nach der Debut-EP auch ein Album geplant?

— Da kommt auf jeden Fall noch einiges. Im November geht es erst mal auf Deutschlandtour und auf’s Frühjahr freuen wir uns dann besonders. So viel kann ich schon sagen!

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