Jettes (Laura Lee von Gurr und Melody Connor) veröffentlichen ihre erste Single “Traces”

Jettes Press

Irgendwann war Melody Connor klar, dass Mainz zu klein für ihn ist. Er kam an den Punkt, wo er nur noch auf der Stelle trat. Und so packte er schnell seine Habseligkeiten ein und tauschte die vermeintliche Enge einer „deutschen Provinzhauptstadt“ gegen die Weite und Abenteuer Nordamerikas ein.

Ihn verschlug es nach Seattle, eine Drei-Millionen-Metropole, die nicht nur als Geburtsstätte des Grunge gilt, sondern in der die Musik die treibende Kraft ist. Der Puls der Stadt wird von den Kreativen bestimmt, das merkt man an jeder Ecke. Berühmte Söhne der Stadt im US-Bundesstaat Washington sind Jimi Hendrix, Rap-Urgestein Sir Mix-a-Lot und auch neue Acts wie der Hip-Hop-Star Macklemore oder die Indie-Folk-Gruppe Fleet Foxes.

“Seattle ist bis heute der perfekte Ort für junge Musiker, um sich auszuprobieren”, sagt Quincy Jones.

Seit Jahrzenten existieren unzählige Klubs, Bars sowie Plattenläden und gehören für die Menschen zum Teil ihrer Identität. Abends Essen gehen und sich danach eine Band anschauen – das ist der way of life in Seattle. Im Gegensatz zu den Megacities wie New York oder Los Angeles erscheint die Stadt relativ klein und – das macht die Szene hier aus – es gibt weniger Konkurrenzdenken. Jeder scheint hilfsbereit und froh, neue Leute kennenzulernen.

In dieser Keimzelle der Inspiration fand Melody Connor somit alles was er suchte – auch eine große Liebe – und mit eben dieser verbrachte er dort seinen „Summer of Love“, wie er selbst sagt.

Doch den umtriebigen Künstler hält es für gewöhnlich nicht lange an einen Ort und so flog er spontan wieder nach Europa. Und so landete er für ein paar Wochen bei Laura Lee in Berlin auf der Couch – zu der er während seines Aufenthaltes in den Staaten stets eine „platonische Fernbeziehung“ führte.

Bei vielen wird es jetzt Klick machen, denn Laura Lee gehört mit Andreya Casablanca zum Indie-Duo Gurr. Eine faszinierende Band mit einem unwiderstehlichen Mix aus fuzzigen Gitarren, Pop-Refrains und Garage-Sounds gepaart mit einer Prise Kalifornien.

In Berlin angekommen machten sich Melody Connor und Laura Lee daran, das Erlebte in Textform zu gießen – über eine Hand voll verhallter, schroffer Gitarrenpopsongs. Das Ergebnis ist die neue Band Jettes, die grungy Rocksongs über Flugzeugentführungen, vergangene Jugendlieben und Sehnsuchtsorte singt.

Heute veröffentlichen die beiden ihre erste Single Traces und beim ersten Hören denkt man sofort an die Songs der frühen Veronica Falls.

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