Auletta plant neues Album

Auletta; Foto Credits: Neven Allgeier

Auletta galt lange Zeit als die Indieband schlechthin, tourte zusammen mit Art Brut und den Kilians, war auf MTV zu sehen oder bei FIFA 2010 zu hören. Dann tauchten sie 2013 unter. Nun ist die Band zurück. Ihr neues Album soll über Kickstarter finanziert werden. Wer die Band unterstützen möchte um “dem neuen Auletta Album zum Leben zu verhelfen”, kann die CD hier vorbestellen und bekommt sie zwei Wochen vor Veröffentlichung zugeschickt. Vorab gibt es ein Interview von Fauves aus Mainz, der Heimatstadt der Band (jetziger Wohnort: Berlin). Darin sprechen sie über die guten alten Zeiten in Mainz, wieso sie so lange Pause gemacht haben und was sie nun mit dem Album vorhaben.


Ende 2013 gab es das letzte Lebenszeichen von Auletta. Danach gab es erst einmal nichts mehr von euch zu hören. Woran lag das?

Auletta: Das hatte verschiedene Gründe. Nach dem letzten Album hatten wir alle das Gefühl, dass wir nicht mehr mit der gleichen Begeisterung bei der Sache waren, wie damals als wir angefangen hatten gemeinsam Musik zu machen. Dazu kommt, dass man sehr viele persönliche Opfer bringt, wenn man in einer erfolgreichen Band spielt. Zwischen Songs schreiben, dem Aufnehmen, den Promophasen und den Touren bleibt nicht viel Zeit für anderes. Das ist Jammern auf hohem Niveau, denn wir haben diese wunderbar verrückten Jahre in vollen Zügen genossen, aber wir wussten, dass es an der Zeit war, dass einfach jeder für sich was anderes machen muss. Der eine wollte in anderen Ländern leben, der andere Lamas züchten usw. Eben all die Dinge, auf die man für die Band all die Jahre verzichtet hatte. Es gab allerdings nie den Moment, in dem wir uns getroffen haben und gesagt haben, so das war’s. Vielmehr war es klar, dass jetzt erstmal jeder seinen Weg gehen muss.

2006-2013, in der Zeit, in der ihr aktiv wart, waren Bands wie Art Brut, Kilians, The Rakes oder Bloc Party Was hat sich seitdem in der Indie-Musikszene getan?

Auletta: Mit den zwei erstgenannten waren wir auf Tour unterwegs und ich erinnere mich sehr sehr gern an diese Zeit zurück. Gefühlt kam jeden Tag ne neue Band oder ein neuer Song um die Ecke. Daher bin ich ganz ehrlich super froh in dieser Zeit aufgewachsen zu sein mit Gitarrenbands. Aktuell sind von diesen Bands nur noch die ganz großen übriggeblieben. Rap ist der neue Rock.

Wie habt ihr die Zeit in Mainz erlebt? Wenn ihr einmal kurz die Zeit zurückdreht, wie war damals die Musiklandschaft in Mainz & was hört ihr heute noch so von der Musikszene hier?

Auletta: Für ne Szene war Mainz immer zu klein. Ganz früher, noch vor Auletta, während unserer Schulzeit gab’s schon auch andere Bands, mit denen wir unterwegs waren. Da spielte man in den üblichen Jugendzentren, Schülerbands eben.

Ansonsten kamen wir immer unheimlich gerne für unsere Konzerte nach Mainz. Das war immer sehr besonders und ich erinnere mich, wie aufgeregt wir vor den Mainzer Konzerten waren. Aber es war immer sehr speziell, wenn ich mir vorstelle, dass wir zum Ende des Konzertes auf der Bühne alle eingeladen haben, in Onkel Willys Pub zu kommen und der Laden aus allen Nähten platzte. Das sind besondere Momente, an die wir uns immer wieder erinnern. Zur aktuellen Musikszene in Mainz können wir nicht viel sagen. Wir wohnen nun schon länger nicht mehr in Mainz, sondern in Berlin und bekommen daher nicht mehr alles mit, was aktuell in Mainz passiert.

2018 und es scheint, als würdet ihr zurückkommen. Was hat sich bei euch verändert und was habt ihr vor?

Auletta: Das stimmt. Es gibt sehr bald ein neues Album. Nachdem wir für die ersten Alben bei einem Major Label waren, machen wir diese mal alles selbst. Das ist völlig neu für uns, aber ist super, da alles in unserer Hand liegt. Auf kickstarter.com gibt’s ab heute ne Crowdfunding Kampagne, um die die Veröffentlichung zu finanzieren. Da gibt’s alle Infos und Geschichten zur Entstehung des Albums. Wir freuen uns auf alles, was kommt und darauf die vielen Menschen, die wir treffen durften bald wieder zu sehen. Vielen Dank für das Interview und Grüße nach Mainz!

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