Gløde

Der Nordwind weht am 12.04.18 (21 Uhr) ganz besonderes Strandgut ins Schick & Schön. Die Rede ist von der Hamburger Band Gløde. Die fünfköpfige Gruppe rund um Simon Gløde hat kürzlich ihr Debütalbum aufgenommen. In Dänemark. Mit fauves sprechen die sympathischen Nordlichter über ihre Zeit im Studio, Fernweh und ihre Liebe zu Dänemark.

Ihr lebt momentan alle in Hamburg. Euer Album wolltet ihr aber unbedingt in Dänemark aufnehmen. Warum?

Zur Albumproduktion war klar, wir müssen raus aus unserem gewohnten Umfeld und nah ans Wasser. Die Songs schrien danach. Zu unser aller Freude ist im November die Ferienhaus-Off-Season und wir konnten easy ein schickes Landgut, 100 Meter von der Ostsee mieten. Es war genau so gut, wie es klingt.
Die Atmosphäre in unserem ‚mitgebrachten‘ Studio in Dänemark hat der Sache nochmal eine innige Magie gegeben. Holzhaus, Wind, Wellenrauschen und dann so den Song „In the Sea“ einspielen. So soll es immer sein.

 

Ausblick Studio

Was verbindet euch noch als Band – abgesehen von eurer Liebe zu Dänemark und der Musik?

Wir leben gerne, lachen gerne, sind gerne unterwegs, unter guten Leuten und davon sind zu fünft einfach vier mehr da.

Euer Debütalbum habt ihr über Crowdfunding organisiert. Wie seid ihr auf die Idee gekommen und wie ist das genau abgelaufen?

Die Idee entstand erstmal aus tiefer Geldnot. Wir leben alle vom Musik machen und das ist wunderschön, aber so eine Platte kostet extreme Asche und da das bei allen anderen zu funktionieren schien… DANN stellte sich aber heraus, dass die ganze Sache extrem Spaß macht. ALLE haben mitgemacht, voll süß und am Ende wurden alle bezahlt.

 

Ihr konntet euch euren Traum erfüllen und das Album in Dänemark aufnehmen. Was habt ihr dort für Erfahrungen gemacht?

Erst Sauna und dann Ostsee ist besser als umgekehrt. In der Ruhe liegt die kraft Part 1. Wer nicht spielt, der kocht.

Gibt es einen Song, den ihr ganz besonders mit der Studiozeit verbindet?

Unbedingt! „In the Sea“ fasst die Zeit vor- und während Danmark gut zusammen. Das hört man auch. Wir sind morgens um 8 Uhr aus Hamburg los und hatten gegen 22 Uhr alles soweit verkabelt, verbaut und eingeleuchtet, dass wir aufnehmen konnten. Als es so weit war, sind wir die 100 Meter zum Wasser, haben tief geatmet, Sterne geguckt und dann nichts gesagt, bis der Take 15 Minuten später im Kasten war. Der Take auf der Platte ist bis auf die Vocals und ein paar Spielereien live eingespielt.

Studio

Ihr werdet unter anderem mit Alt-J verglichen. Welcher Band fühlt ihr euch selbst verbunden?

Alt-J ist der Wahnsinn! Wir hören alle recht unterschiedliche Musik, sind uns dabei aber immer einig, was gut- und weniger gut ist. Alt-J zum Beispiel ist: gut. Kendrick ist: gut. An oberster Stelle der Song mit „I like Piña Colada“: gut.

Wenn man sich die Bilder auf eurer Homepage so anschaut, bekommt man den Eindruck, dass euch schnell das Fernweh packt. Da sieht man zum Beispiel Bilder vom Tajmahal. Was reizt euch so am Reisen?

Ich finde es wichtig, seine Perspektive im Blick zu haben und immer weiter zu wachsen. Zu Hause kann es passieren, dass man sich im Alltag festfährt und die vielen guten Dinge hier für selbstverständlich erklärt. Reisen ist für mich (Simon, Gesang) eine der schönsten Arten, den Topf neu zu mischen. Das Deck neu zu gestalten, oder was man da sagt. Indien empfiehlt sich da übrigens besonders.

 

Gibt es einen Song der für euch das Gefühl von Fernweh, Reise oder auch Heimweh widerspiegelt?

Die meisten Songs auf ‚Ø‘ handeln von Reise und wie man mit den Eindrücken umgeht. ‚Make-Up‘ und ‚Exhale‘ besonders. Bei ‚Sailor’ könnte man meinen, dass die Leute mal wieder raus müssen. Fremd-Fernweh quasi.


Fotos: Gløde ; Text: Marie

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