A Tale of Golden Keys

Der Countdown läuft! In weniger als einer Woche kommen A Tale Of Golden Keys ins schon schön in Mainz. Am Samstagabend ab 20:00 Uhr dürfen sich alle Gäste auf die drei Nürnberger und Würzburger Jungs Hannes, Florian und Jonas mit ihrem neuen Album Shrimp freuen. Im Interview mit Fauves geben die drei Indiepopmusiker vor allem Einblicke in ihre Songtexte, Vorbilder und die großen Fragen des Lebens. Hier gibt es noch Tickets.

Hamburg, Köln, Göttingen, Mainz – ihr reist innerhalb von vier Tagen durch die halbe Republik und vor kurzem ward ihr erst in Dresden, Berlin, Nürnberg und Würzburg. Ist nach dem vierten Konzert einfach die Luft raus oder wie erklärt ihr diesen Rhythmus?

Wir haben uns anfangs auch noch die Frage gestellt ob es Sinn macht die Tour so aufzudröseln. Im Moment fühlt es sich allerdings sehr gut an das Ganze in kleinen Etappen anzugehen, denn wir sind gerade mit bester Laune und so fresh wie nie zuvor auf dem Weg nach Hamburg und können es kaum erwarten wieder los zu legen. Außerdem ist man am Ende auch immer der Gnade des Booking-Gottes ausgeliefert.

Wer bei Spotify einen Punk Rock Hit sucht landet nicht bei Punk Rock, sondern beim ersten Song eures neuen Albums Shrimp. Wo und wie genau habt ihr den Punk Rock in dem Song versteckt?

Als wir vor einem Jahr im Studio waren, haben wir uns als Ziel gesetzt einen Punk Rock Hit zu schreiben. Da solche Ziele bekanntermaßen meist für die Katz sind, entstand aus unserem ursprünglichen Gitarrensong die jetzige Version am Klavier, der Titel ist einfach geblieben und lebt zumindest im Text weiter.

Spätestens im dritten Titel eures Albums In The Far Distance habt ihr meiner Meinung nach den Zeitgeist unserer Generation eingefangen: But I still can’t figure out / Where I’ll be heading now. Hat euch das neue Album auf der persönlichen Reise einen Schritt nach vorne gebracht oder war es nur ein kleines Licht irgendwo innerhalb und nicht am Ende des Tunnels?

Das ist eine schöne Frage. Das Licht innerhalb des Tunnels muss man ja in der Regel selbst erzeugen. Sonst kommt man nicht vorwärts oder tappt eben im Dunkeln. Jetzt zubehaupten dass so ein Song wie eine Taschenlampe in der Schwärze des persönlichen Lebenstunnels sei, wäre nicht nur verboten cheesy sondern auch einfach falsch. In the Far Distance fühlt sich für uns eher an wie die Erkenntnis, dass in besagtem Tunnel nicht nur wir sondern auch noch andere nicht ganz schlüssig sind wo es eigentlich lang geht.

Gospel führt inhaltlich weiter, was In the Far Distance in Frage stellt. On my way out, I lost myself. Mit dem Titel schwingt eine leicht religiöse Vorstellung der Herkunft und des Sinnes des Lebens mit. Welches Modell sagt euch mehr zu: der Urknall oder doch ein oder mehrere Götter?

Wir sind auf jeden Fall starke Verehrer des Gottes des Urknalls. Das Ende der Welt ist übrigens auch durch die Rückkehr der Dinosaurier besiegelt. Mit diesem Glauben und Wissen können wir ganz gut leben (btw. „glauben“ und wissen“ sind ja in unseren postfaktischen Zeiten sowieso das gleiche ;)). Auf jeden Fall die Version mit dem Urknall und dem Ende der Welt durch die Rückkehr der Dinosaurier, das steht fest.

Ihr werdet gerne gefragt was eure Lieblingslieder und -alben sind. Welcher Song
oder welche Musikrichtung geht für euch so gar nicht?

Musikrichtungen und Lieder gehen für uns eigentlich alle klar, solange sie gut gemacht sind, keinen billigen Trends hinterherlaufen, rein auf den „Mainstream“ ausgelegt sind oder uns irgendeine große Erkenntnis aufdrängen wollen.

Inspiration bei Künstlern wird gerne und oft über Vorbilder erreicht. Welcher Live-Auftritt eines anderen Künstlers, beziehungsweise einer anderen Künstlerin hat euch persönlich am besten gefallen?

Als wir vor 8 Jahren mit der Band angefangen haben, gab es da noch diese Band namens „The Audience“ aus Nürnberg, die uns mit ihrer Energie und Performance jedes Mal auf‘s Neue vom Hocker geblasen haben. Mittlerweile gibt es die Band nicht mehr und unsere Musikrichtungen unterscheiden sich total voneinander, trotzdem sind und waren das für uns immer Vorbilder bzgl. der Herangehensweise an die ganze Sache mit dem Rockstarleben. *zwinkersmiley*

Auf eurer Bandseite gibt es leider nur einen Einblick in Konzerttermine bis Ende Mai und einzig das Oben Air Festival ist als solches erkennbar. Plant ihr im Sommer auf weiteren Festivals zu spielen und wenn ja, auf welchen?

Auf jeden Fall, allerdings ist bisher nur das L‘Abore Festival spruchreif. Darüber hinaus laufen die Planung im Hintergrund auf Hochtouren, bekannt zu geben ist allerdings noch nicht weiteres. Aber es gilt immer, was diesem Sommer nicht passiert, kann immernoch nächstes Jahr werden. Generell sind wir große Freunde von Festivalkonzerten und auch der ganzen Stimmung die man da in der Regel so vorfindet.

Foto: Julien Fertl

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