Fauves Redaktion Picks #2017

 

Ganz klar Franz Ferdinand: “Always Ascending”. Bin zwar seit ich Musik höre Franz Ferdinand Fan und habe diese Band auch schon überall auf der Welt live gesehen – das soll aber nichts daran ändern, dass sich das Lied von allen Anderen für mich dieses Jahr abgehoben hat. Trotz Abgang des halb-deutschen Gitarristen Nick McCarthy, der mit seiner Freundin jetzt übrigens ein ziemlich cooles Projekt gestartet hat (Manuela), hat es Franz Ferdinand geschafft, einen sehr dynamischen, tanzbaren und ziemlich abgefahren Space-Synthie-Track zu produzieren. Das liegt auch zum Teil daran, dass sie Julian Corrie und Dino Bardot mit ins Boot geholt haben, letzterer war unter anderem Mitglied in der Band 1990s, die ich früher auch rauf und runter gehört habe.

 

Nachdem sich Coldplay schon vor einigen Jahren endgültig in den Mainstream verabschiedet haben, sind Arcade Fire die aktuell größte und bedeutsamste Indie-Band der Welt. 2017 haben sie mit Everything Now ihr sehnsüchtig erwartetes fünftes Studio-Album rausgebracht, auf dem sie phasenweise klingen wie Abba. Put your money on me ist dabei die absolute Überhymne, ausufernd lang, hypnotisch und mit einer großen Melodie. Die Live-Performance bei ihrem Konzert in Köln war unvergesslich und deshalb ist es mein Song für 2017!



 

Ich habe diesen Song ausgesucht, weil er in mir alle Erinnerungen weckt, die sich im letzte Jahr zusammen getragen haben und ich das Lied mehr als 1000x mitgesungen habe und sogar jetzt immer noch Bock auf das Lied habe.

 

Das Lied macht jeden Montag morgen so viel besser!

Ich hätte nie erwartet, dass ich eines Tages ausgerechnet die extravagant-süßlichen Discoklänge einer israelischen Funkband zu meiner Entdeckung des Jahres küre. Aber das ist nicht das erste Mal, dass ich von Hush Moss überrascht werde. Als die Band im schon schön auftreten sollte, wollte ich erst gar nicht hingehen. Zu warm war’s draußen, zu stickig drinnen, zu funkig die Band, zu peinlich-ironisch, einfach nicht mein Ding. Ich habe mich spontan umentschieden – und wurde belohnt: nicht nur mit dem Wassereis am Eingang, sondern auch mit hingebungsvoller Performance, aufgepeitschten Retrogrooves, und gewollt oder ungewollt komischen Tanzeinlagen (für weitere Lobhudeleien fehlt hier leider der Platz). Seitdem erinnert mich das Album immer wieder daran, das Leben leicht zu nehmen und zu tun, wonach mir ist. M’illumino d’immenso (das italienische Gedicht habe ich an dem Abend auch noch gelernt)!

Súbeme La Radio von Enrique Iglesias, weil der Song gerade rauskam, als ich in Lateinamerika war und in jedem Club, jeder Bar, überhaupt an jeder Ecke dieser Song lief und mich an wirklich gute Zeiten erinnert.

 

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