Live: Brothers of Santa Claus

Die Freiburger Jungs der Band Brothers of Santa Claus werden am Donnerstag, den 14.12 um 20:00 (Einlass 19:30) bereits zum 4. Mal im schon schön in Mainz zu sehen sein. Wenn es nach Fauves ginge, könnten sie auch ein 5., 6. und 7. Mal in Mainz spielen. Im Interview erzählen sie über ihre schönen Erinnerungen an Mainz und was in Freiburg eigentlich musikalisch los ist. Tickets gibt es übrigens hier.

Wir haben ja schon einmal von euch berichtet, im Zusammenhang mit der Mainzer Foto/Video-Produktionsfirma „Von Schlechten Eltern“. Die hatten nämlich die Videos zu „Figure it out“ und “NDK” gedreht. Ihr habt ja generell anscheinend gute Kontakte nach Mainz (im schon schön spielt ihr ja auch nicht zum ersten Mal!), wie kam es dazu und wie war/ist die Zusammenarbeit mit beiden Parteien?

Ja das stimmt, unsere Kontakte nach Mainz sind wirklich mit sehr schönen Erlebnissen verknüpft. Das liegt natürlich daran, dass das schon schön, in dem wir jetzt zum vierten Mal auftreten dürfen, ein super Laden ist und die Mainzer sehr herzenswarme Menschen sind, die unsere Lust am Musizieren besonders befeuern. Außerdem haben wir 2014 Maxim kennengelernt, der gemeinsam mit Ann-Kathrin die Mainzer Produktionsfirma „Von Schlechten Eltern“ betreibt. Damals hatten wir die Ehre „Mine“ bei ein paar Konzerten zu supporten. Nach den Shows gab es den ein oder anderen Drink mit Maxim – der als Tourmanager fungierte – und Mines Band, die überwiegend in Mainz wohnte. So war schon bei unserem ersten Konzert in Mainz klar, dass wir uns auf bekannte Gesichter freuen dürften. Die Kontakte sind nie abgebrochen, haben zu zwei Musikvideos und einigen sehr schönen Konzertabenden geführt.

Besonders eingängig ist euer Lied „No One Ever Noticed“ aus eurem neuen Album „Not Ok“ (2017). Über den Song sagt ihr jedoch: „Dieses Stück hatte wir schon ein halbes Jahr vor der Produktion von Not OK aufs Abstellgleis gelegt.“ Wie kam es dann doch noch auf die Platte, was hat euer Produzent über das Lied gesagt? 

Maxi brachte den Song schon recht lange bevor wir das Album aufnahmen mit in den Proberaum. Wir hörten uns das an und waren auf den ersten Blick in die Melodie verliebt. Doch wie das mit der Liebe auf den ersten Blick manchmal so ist, traf sie uns scheinbar in der falschen Situation. So unterschieden sich die meisten unserer anderen Songs doch sehr von „No One Ever Noticed“. Wir schraubten als Band dann viel an möglichen Arrangements, um die Melodie so zu betten, dass sie in den Kontext des Albums passen könnte, fanden letztlich aber keinen völlig überzeugenden Weg. Alex Sprave, unser Produzent, hörte sich den Song dann trotzdem an, war ebenfalls von der Melodie überzeugt und schaffte es, den Druck aus der ganzen Sache zu nehmen. Er animierte uns dazu, im Studio zu jammen, fügte noch einige Anregungen und Ideen hinzu und sorgte letztlich dafür, dass wir „No One Ever Noticed“ tief in unsere Herzen schließen konnten. Danke dafür!

Über „Julika“ sagt ihr: „Julika ist eine Figur aus dem Roman „Stiller“ von Max Frisch und der Song handelt von ihr. Im Albumkontext ist der Song für uns die Sonne nach dem Sturm.“ Wie kam es zu dieser Inspiration und was macht diese Figur aus?

Maxi hat das Buch „Stiller“ während der Produktionsphase unseres Albums „Not OK“ gelesen und war besonders von Stillers Ehefrau Julika gerührt, die schwer krank im Krankenhaus liegt, von ihrem Mann nur selten besucht wird und ihre Leidenschaft, das Tanzen, wohl aufgeben muss. Da die Gesangsaufnahmen erst einer der letzten Produktionsschritte waren, hat Maxi sich von diesem Charakter und seiner Geschichte inspirieren lassen und den Text zu „Julika“ erst kurz vor Produktionsende fertig gestellt. Der Song ist zart und zerbrechlich, lässt tatsächlich aber auch hoffnungsvolle Töne durchklingen. Deshalb ist die Bezeichnung als „Sonne nach dem Sturm“ durchaus passend.

Wie sieht eigentlich die Freiburger Musikszene aus? Wen gibt es, wer ist hörenswert?

In der Freiburger Musikszene gibt es mittlerweile viele Bands die in einigen Genres aktiv sind und auf Tour ordentlich rumkommen. Neben Äl Jawala, die Balkan Beats machen und schon weit über die Landesgrenzen hinaus getourt sind, gibt es zum Beispiel noch Otto Normal, die deutschsprachigen HipHop zum Besten geben, sowie Redensart (deutschsprachiger Indie) und Fatcat (Funk, Soul), oder Mama Magnet, eine multinationale Band mit ausgezeichneten Musikern. Die Szene ist auf jeden Fall am wachsen und hält immer mehr interessante Künstler bereit.

Photos: Brothers of Santa Claus Press

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