Review: International Music

7 Klang
7 Stimmung
8 Performance
9 Sympathie
7.8

Was wäre ein grandioses (soviel vorab) International Music Dienstag-Konzert im schon schön ohne eine würdige Kritik? Also los, Fauves-Dominik, hau auf die Tastaturtasten! 

Geduldig sein heißt es nun. Warten bis der April seine Osterglöckchen spielen lässt und mit ihnen die wunderbare Band International Music blühen wird – genau dann, wenn sie ihr erstes Album veröffentlichen werden. Peter, Joel und Piedro (eventuell auch Pietro) heißen die guten Jungs, die gestern Abend schon einmal ein paar Appetithäppchen im schon schön verteilt haben.

Diese Mainz-Essen-Kombo, die die deutschsprachige deutsch-Alternative Indie Szene hoffentlich weiterhin beeindrucken wird, hat vor mittelmäßig besuchtem Haus (alle die nicht da waren haben tatsächlich etwas verpasst) eine authentische und erfrischende Show abgeliefert und dem schön eine Portion von Ruhrpott Arbeiterklassen Einfachheit  eingehaucht. Pied(t)ro, mit seiner leicht quängelnd vorgetragenen Stimme, und Peter, mit seiner gelassenen schnauzbärtigen Art und Weise, haben gesanglich ein gutes und eingespieltes Team dargestellt, während Joel sich an den Drums ausgetobt hat.

Alltäglich und doch irgendwie besonders, so könnte man die Inhalte ihrer Songtexte beschreiben: „Wir scheuen uns nicht davor auch sozial kritische Themen anzusprechen”, sagen sie. “Diese verpacken wir dann natürlich schön in einer Maskierung“ (O-Ton Pied(t)ro). Genauso fühlt man sich auch beim Hören der Lieder. Durch die echte und mutige Darstellung ihrer Songs findet man sich schnell selbst wieder in diesen ‚normalen’ Gedanken. „Mama, Warum?“, „Country Girl“ und „Mein Schweiss“ sind genau diese Songs, die von der Crew performed wurden und genau den „hey, das ist genauso bei mir“- Effekt erzeugten – wegen eben dieser Attitüde der Jungs! Schöner Nebenaspekt war ebenfalls, dass die ganze Family da war, um die Meenzer in der Heimat zu supporten. Leider mussten die Jungs deshalb allerdings ihren Konsum etwas reduzieren … so ein gutes Paderborner Export (Stereotyp!) hätte doch gut ins Bild gepasst.

Die spontane Zugabe rundete dann abschließend den Auftritt gelungen ab. Zwei Jungs an den Drums und Peter vorne haben dann nochmals ihren ganz eigenen Stil in die Gedächtnisse gebrannt. Wenn sich diese Kritik nun so super nett anhört, hmmm, dann liegt es wohl daran, dass die Jungs Spaß gemacht haben. Sehr nice.

Falls ihr mehr Lust auf International Music und Konsorten habt und Freunde deutscher Alternative-Indie Musik seid, dann hört auch mal in die Compilation ihres Labels Staatsakt namens „Keine Bewegung 2“ rein. Lohnt sich!

Text: Dominik

Photo: Michael Heck

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