5 Lieder mit: Alia

Die Kolumne „5 Lieder mit …“ konfrontiert willkürlich ausgewählte Menschen auf den Straßen von Mainz mit der Frage: „Welches Lied hörst du beim/am/wenn….“. Die Karten werden bei jeder Person neu gemischt. Diesmal mit am Start: Alia.

Alias Interessen reichen von russischer Literatur, zeitgenössischem Theater bis zur Weltmusik. Dieser Facettenreichtum spiegelt sich auch in ihren 5 ausgesuchten Liedern wider.

Ein Lied, das für einen Road Trip gut passt …

Bei diesem Lied muss ich immer an meinen letzten Campingurlaub in Frankreich denken. Meine Freundin und ich waren mit dem Auto unterwegs und lechzten förmlich nach einem Sprung ins Wasser. Und dann konnten wir auf einmal das Meer sehen – Côte d’Azur: strahlender Sonnenschein, dieses türkisfarbene Wasser, eine erfrischende Brise und die wohl angenehmste Wärme, die man sich vorstellen kann, guter Wein, c’est la vie…ach!

Ein Lied, das ich gerade rauf und runter höre …

Dieser Song steht exemplarisch für eigentlich alle Songs dieser Künstlerin, wie zum Beispiel “The Greatest” oder “Dark End of the Street”. Zugegeben, tendenziell höre ich diese Lieder eher in kälteren Monaten rauf und runter, weil das stimmungstechnisch sehr gut passt, wie zum Beispiel aktuell. Ich weiß nicht wie lange diese Lieder mich schon begleiten, aber ich weiß auf jeden Fall, dass ich nie genug davon bekommen kann und das ist eigentlich der Indikator par excellence für gute Musik.

Schön, wenn auch etwas tragisch, aber irgendwie auch poetisch.

Ein Lied, das mich gut gelaunt macht…

OH MEIN GOTT. Dieses musikalische Meisterstück macht mich auf so viele Weisen glücklich, aber vor allen Dingen erinnert es mich an meine Mädels aus G-Town (aka Göttingen) und all unsere gemeinsamen Erlebnisse. Aber es verkörpert nicht nur den Zeitgeist der gemeinsamen Jahren. Nein, es ist viel mehr ein Art Lebensphilosophie.

Ein Lied, dass ich Sonntag morgens gerne höre

Eines der Lieder, die wir zuhause beim sonntäglichen Frühstücken gehört haben und das bis heute seine Gültigkeit an Sonntagen hat (Stichwort: Entschleunigung). Es hat so etwas friedliches, genau das Richtige für einen Sonntagmorgen, wenn die Zeit etwas langsamer ist, als an anderen Tagen.

Wenn es mir schlecht geht, höre ich dieses Lied …

Dieses „Lied“ hat eine sehr bewegende Kraft. Ich nenne es (halb aus Spaß, halb aus Ernsthaftigkeit) die Lust am Leiden, also die völlige Hingabe der Melancholie, derer ich mich im Moment des Hörens hingebe. Das ist manchmal wichtig, um dann sozusagen wieder aus der Asche des Phönix zu erstehen. Und dabei kommt ein anderes, sehr besonderes Stück zur Geltung: Mischa Maisky und die Cello Suite Nr. 1 von Bach. Für mich verkörpert es irgendwie Optimismus, ein Aufatmen, ein Gefühl der Erleichterung, das beim Hören in trüben Zeiten hervorgerufen werden kann. Grandios.

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